Vereinssatzung "Jemenhilfe e.V.“

 

§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein trägt den Namen "Jemenhilfe“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden, nach der Eintragung lautet der Name "Jemenhilfe e.V."
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Wiesbaden.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck, Aufgaben, Gemeinnützigkeit

  1. Ziel des Vereins ist die Hilfe für notleidende Kinder und Erwachsene in Jemen. Unter anderem in den Bereichen Entwicklungshilfe, Erziehung und Bildung/Berufsausbildung.
  2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Vereinszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

      a) Sammlung von Spenden, öffentlichen Fördermtteln und Beiträgen

      b) Plan und Bau von Versorgungssystemen wie Wasser und Energie

      c) Plan und Bau von Unterkünften

      d) Ausbildungsmöglichkeiten

      e) Schulung der Betroffenen (Hilfe zur Selbshilfe)

      f) Erstellung von Infomaterialien (z.B. Flugblätter, Website)

      g) Andere geeignete Maßnahmen

  3. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  4. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Überschüsse aus den Rechnungsabschlüssen für ein Kalenderjahr, werden auf das folgende Jahr übertragen.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person ab Vollendung des 18. Lebensjahr und jede juristische Person werden.
  2. Voraussetzung für den Erwerb ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag, der an den Vorstand gerichtet werden soll.
  3. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag.
  4. Die Mitglieder erkennen die Satzung an und verpflichten sich durch Beitritt, den Verein und den Vereinszweck auch in der Öffentlichkeit zu unterstützen

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Tod bei juristischen Personen durch deren Auflösung, Ausschluss, Streichung von der Mitgliederliste oder Austritt aus dem Verein.
  2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand mit Wirkung zum ende des Kalenderjahres.

§ 5 Ausschluss von Mitgliedern

  1. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt, die Mitgliedsbeiträge verweigert oder mit mindestens einen fälligen Jahresmitgliedsbeitrag im Rückstand ist.
  2. Oder den Ausschluss befindet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit durch Beschluss. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied Gelegenheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme zu geben.

§ 6 Mitgliedsbeiträge

Jedes Mitglied hat einen Mitgliedsbeitrag zu leisten. Höhe und Fälligkeit des Mitgliedsbeitrages werden von der Mitgliederversammlung festgesetzt.

§ 7 Organe

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

§ 8 Vorstand

  1. Der Vorstand des Vereins i. S. v. § 26 BGB besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzen und dem Schatzmeister. Der Vorstand wird für die Dauer von zwei Jahren durch die und auf Vorschlag der Mitgliederversammlung gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Der Verein wird durch zwei Mitglieder des Vorstandes vertreten.
  2. Scheidet ein Mitglied frühzeitig aus, so ist eine Neuwahl einzuberufen.


§ 9 Mitgliederversammlung

  1. In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Versammlung gesondert zu erteilen; ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als drei fremde Stimmen vertreten.
  2. Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:
      a) Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes sowie Entlastung des Vorstandes
      b) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge, deren Höhe und Fälligkeit
      c) Wahl des Vorstandes und des Schatzmeisters
      d) Beschlussfassung über Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins

§ 10 Einberufung der Mitgliederversammlung

  1. Mindestens einmal im Jahr, möglichst im ersten Quartal, soll die ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Die Einberufung kann durch Veröffentlichung in der Lokalzeitung erfolgen; hierbei ist ebenfalls eine Frist von zwei Wochen einzuhalten
  2. Jedes Mitglied kann spätestens eine Woche vor einer Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich die Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Versammlung die Ergänzung bekannt zugeben. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in Mitgliederversammlungen gestellt werden, beschließt die Versammlung.

§ 11 außerordentliche Versammlung

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn ein Zehntel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragt.


§ 12 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzende oder dem Schatzmeister geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung einen Versammlungsleiter
  2. Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Drittel der erschienen Mitglieder dies beantragt. Im Übrigen erfolgt die Abstimmung durch Handaufheben.
  3. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Viertel sämtlicher Vereinsmitglieder anwesend ist. Bei Beschlussunfähigkeit ist der Vorstand verpflichtet, innerhalb von vier Wochen eine zweite Mitgliederversammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen; diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.
  4. Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse im Allgemeinen durch einfache Mehrheit der abgegeben gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Das Stimmrecht ist persönlich auszuüben. Es besteht aber die Möglichkeit gemäß §9 Abs. 1 der Satzung.
  5. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden bzw. des Leiters der Versammlung.
  6. Zur Änderung der Satzung und zum Ausschluss von Mitgliedern ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegeben gültigen Stimmen, zur Auflösung des Vereins eine solche von neun Zehntel erforderlich. Eine Änderung des Zwecks des Vereins kann nur mit Zustimmung aller Mitglieder beschlossen werden. Die schriftliche Zustimmung der in der Versammlung nicht erschienenen Mitglieder kann nur innerhalb eines Monats gegenüber dem Vorstand erklärt werden.
  7. Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, dass vom Schriftführer zu unterzeichnen ist.
  8. Bei Wahlen ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegeben gültigen Stimmen erhalten hat. Hat niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, so findet zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben, eine Stichwahl statt. Gewählt ist derjenige, der die meisten Stimmen erhalten hat. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das von dem Versammlungsleiter zuziehende Los.


§ 13 Sonderrechte

Die Gründungsmitglieder Katarzyna Zaleta und Thomas Szarek werden wegen ihrer besonderen Mitwirkung bei der Vereinsgründung, für die Erstellung und Wartung der Vereinswebsite, der geleisteten Vorarbeit und dem Aufbau der Basis in Jemen folgende Sonderrechte auf Lebenszeit eingeräumt.

a.) die beiden Mitgliedern können nicht aus dem Verein ausgeschlossen werden,
b.) ihnen obliegt ein Vetorecht für alle Vereinsbeschlüsse, sofern die Ausübung nicht willkürlich ist,

§ 14 Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von neun Zehntel der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  2. Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes bestimmt, sind der Vorsitzende und der Stellvertretende Vorsitzende gemeinsam Vertretungsberechtigte Liquidatoren.
  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Organisation "Care International Deutschland e.v.", die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden haben.

Vorstehender Satzungsinhalt wurde von der Gründungsversammlung am 24.04.2005 beschlossen.

Die Gründungsmitglieder des Vereins zeichnen wie folgt:

Katarzyna Zaleta

Thomas Szarek

Barbara Krämer-Klein

Heidi Spreitzer

Lisa Steinmetz

Romina Tröger

Anna Szczechowska